Zu viele Gedanken im Kopf. Zu viele Personen im Leben. Zu viele Gefühle im Herz.
Ich kann es nicht beschreiben, ein Stich trifft es ganz gut.
Ich habe mich seit etwas längerer Zeit nicht mehr gemeldet, ich weiß, entschuldigt. Aber ich habe einen verdammt guten Grund dafür.
An diese ganze Zeit zurück zu denken tut weh, sehr sogar. Und so gern ich euch diese Sachen erzähle, ich behalte sie lieber für mich. Denn für diese Art von Gedanken, die ich mit diesem Blog vielleicht mal vermittelt habe, gibt es in meinem Kopf einen extra Platz. Einen Ort, der weit weg von den ganzen anderen Sachen ist. Dieser Ort ist verschlossen, genau bis zu dem Zeitpunkt, wo mein Kopf beschließt, dass es Zeit ist, ihn zu öffnen und die Gedanken frei zulassen. Die Gedanken sind böse, sie ernähren sich von der Freude, der Liebe, dem Glück. Sie lassen selten Gutes zurück und ihr Ziel ist es, deinen Geist mit negativen Gedanken zu infizieren. Du wirst vergiftet, langsam und qualvoll.
Ich möchte diesen Ort fest verschlossen halten. Denn irgendwie habe ich es geschafft diese Gedanken zu Bündel und dorthin zu schaffen, an einen Ort, wo sie mich nicht gefährden. Und ich möchte, dass dies so bleibt. Ich ziehe mich zurück an diesen Ort, wenn es mir nicht so gut geht, aber, wenn ich es vermeiden kann, denke ich nicht an ihn. Dieser Ort, gefüllt mit "bösen" Gedanken, ist mein Panicroom. Er bietet mir Schutz. Er beherbergt das Vertraute.
Aber es ist schon lang an der Zeit ein paar neue Dinge zu suchen.
Vielleicht habt ihr es an meinen letzten Posts merken können ... mir geht es besser. Ich möchte nicht sagen, dass es mir richtig gut geht, aber es wird besser. Es wird besser, je mehr ich den Panicroom meide. Und so verrückt das alles vielleicht auch klingen mag, für mich ist es die Wahrheit. Und ich habe den Glauben an ein Leben ohne diese zerstörende Krankheit noch nicht aufgegeben.
Ich schreibe euch alles, was in meinem Kopf vorgeht, das Gute, sowie das Schlechte.
Und dieser Post hier, der ist das Gute.
Ich genese. Mein Leben ist nicht mehr grau und finster. Es ist durchleuchtet mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages.
Mein Panicroom hat schon lange geschlossen. Aufgrund von zu geringer Gästezahl.
Ich hasse noch immer diese ganzen "mein leben ist perfekt"-Menschen, die sich über Probleme lustig machen, die man eigentlich lieber nicht hätte.
Ich hasse diese Menschen, die immer lächeln, immer total makellos sind, einfach "glücklich".
Ich glaube niemand ist einfach "glücklich". Es gibt Tage, da könnte man die ganze Welt umarmen, sicher. Aber an anderen würde man am liebsten nur springen - und fort sein.
Das Leben hat viele Gesichter. Ich behaupte, dass ich schon manche davon kennengelernt habe, ein paar Gute, aber mehr Schlechte. Aber hey, bald müsste ich die Schlechten durch haben, dann kann es doch nur besser werden, oder?
Ich weiß nicht genau, was ich hier rede.
Ich dachte mir eigentlich, dass ich einen Post schreibe, in dem ich euch erkläre, was mit mir los ist, aber irgendwie machen die ganzen Worte es nur komplizierter.
Ich tue gerne so, als ob ich gesund wäre.
Ich gehe mit meiner Krankheit nicht hausieren. Ich habe fast 2 Jahre gebraucht, bis ich meiner besten Freundin etwas davon erzählt habe - wobei die Betonung auf etwas liegt. Meistens verstehen die Menschen es einfach nicht. Keine Ahnung, woran das liegt, vielleicht möchten sie es auch nicht verstehen. Jedenfalls ist es für sie wie eine spannende Folge einer langweiligen Sitcom und sobald sie das Interesse verlieren, schauen sie weg. Ich sage nicht, dass alle so sind, aber die meisten sind es wirklich.
Verdammt, wie oft bin hingefallen? Und wie oft sind diese perfekten Menschen hingefallen? Wie oft bin ich danach wieder aufgestanden, habe weitergemacht? Und wie oft haben diese Menschen es auch nur versucht?
Ich verstehe sie einfach nicht. Sie halten andere für kranke Psychos. Sie stecken die anderen in Schubladen, ohne auch nur ein Funken Wahrheit über sie zu kennen. Es ist ihnen egal, dass es wehtut ihre Gedanken zu hören, aber wieso sollten sie sich auch darum scheren, was diese anderen denken. Die anderen sind ja eh nur Abschaum, Nebensache im Leben. Denn das Leben ist ja so "perfekt".
Zeig mir ein Leben, das perfekt ist. Ich schwöre, ich würde nicht tauschen wollen.
Ich glaube, ich bin immer noch nicht auf den Punkt gekommen.
Ich tue lieber so, als sei ich gesund, als zu zeigen, dass ich es vielleicht doch nicht bin.
Die Gewissheit fehlt. In der einen Sekunde geht es mir gut, ich erlebe den schönsten Tag überhaupt, und in der nächsten ist alles zusammengestürzt und ich blicke hinab auf die Trümmer.
Wann ist man gesund? Wenn man keine "bösen" Gedanken mehr hat? Nun, dann bezweifle ich, dass ich jemals gesund sein werde. Aber vielleicht nähere ich mich ja diesem Status. Denn diese "bösen" Gedanken sind stark zurück gegangen. Besser noch; ich benötige sie nicht mehr.
Wer hat festgelegt, wie man als Mensch zu sein hat?
Wer hat den Menschen idealisiert?
Dies hier wird ersteinmal mein letzter Post sein.
Es tut mir leid, wirklich. Aber ich hoffe, dass ihr es versteht. Je weniger ich mit diesen Sachen in Berührung bin, desto besser. Denn eines habe ich gelernt ... ich möchte wirklich gesund werden. Ich möchte es so sehr.
Das heißt dann vermutlich Lebt wohl.
Ich kann nicht sagen, für wie lange der Abschied sein wird.
Ich stehe hinter euch. Hinter allen Entscheidungen, die ihr treffen werdet. Denn ich glaube, ihr werdet die Richtigen treffen. Auch, wenn sie vielleicht nur für euch richtig erscheinen.
So treffe ich jetzt die richtige Entscheidung für mich.
Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.
Ich bin nicht aus der Welt. Ich fange jetzt erst an zu leben.
Ich denke, es ist alles gesagt. Vor allem, da mir nichts mehr einfällt.
Eure Lynn


ach, lynn, hab ich doch schon so oft! schutzpanzer funktionieren nicht bei mir. igendjemand findet immer eine stelle, an der er aus dünnerem material ist. und dann geht er kaputt.
AntwortenLöschenhm, ja schon. aber was meinst du, wie soll ich das anstellen, dass ich dem aus dem weg geh?
ich weiß was du meinst. am meisten kämpf ich gegen mich, weil ich es nicht anders gewohnt bin. weil mich noch keiner von vornherein komplett akzeptiert hat. immer musste ich es mir erkämpfen, das vertrauen. und das hat mir das gefühl gegeben, dass ich falsch bin, so wie ich bin.
natürlich. neulich hat mir jemand unterstellt, ich würde gar nicht wollen, dass es anders wird. das fand ich gemein. natürlich möchte ich das es besser wird. warum sollte ich das auch nicht wollen! ach, hoffnung hab ich im überfluss. war im sonderangebot.
of course muss es das.
arbeite daran.
danke.
liebste grüße.
<3
Hey, ich wollte dir nur sagen dass ich meine Blog-adresse von zwanghaftanderssein.blogspot.com in vanessa-zas.blogspot.de/ geändert habe. klicke einfach auf entfolgen & dann nochmal folgen um meine einträge wieder auf dem dashboard zu sehen (:
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