Die kleinste Kritik reicht aus, um meine Seele zu zerreißen!
Ein einzelner richtig wütender Satz, dass ich beginne die Leute, die mir am nächsten sind, zu hassen!
Die hohen Leistungen von anderen, mit denen ich ständig verglichen werde, dass ich wieder heulend mein Zimmer demoliere!
Die Moralpredigt, zu der ich anscheinend immer und immer wieder von euch gieriegen Wesen (ihr seid keine Menschen mehr) gezerrt werde, um stundenland am Fenster zu stehen, und sich zu sagen, dass der 5. Stock sehr wohl hoch genug ist, um runter zu springen, und danach NICHT auf der Intensiv aufzuwachen, sondern friedlich ohne euch den Tod zu genießen!
Adrenalin in meinen Adern, das Blut kocht, und ich versuche mit abzulenken.
Eine Schere liegt vor mir auf dem Boden ... ich darf nicht ... ich will aber ... willst du nicht, lenk dich ab ... ich will nichts anderes ... los, tu irgendwas, lenk dich ab ... ich brauche das!!!
Ich gegen Emily, ich bin die Vernunft, sie die Verführung.
Leider ist die Verführung so viel stärker als die Vernunft ...
Die Schere liegt immer noch am selben Platz. Ich habe sie nicht genommen.
Ich habe mich gegen die Verführung gestellt, gegen "Emily".
Die Welt ist riesig, und interessiert sich nicht für mich.
Und es wird auch niemals so sein, das ist mir klar.
Aber an den Tagen, wo ich ihr so dermaßen scheißegal bin, denk ich einfach nur: Fuck!
Sobald dieses Gefühl, dieser Drang, das kochende Blut, wieder da ist, murmele ich Schimpfwörter vor mir her, weine, knete meine Hände, reiße das Fenster auf und sauge die eisige Luft ewig lang ein, bis alles etwas nachgelassen hat.
Dann schließe ich es wieder, drehe die Heizung auf 5, und widme mich wieder dem, was ich vor meinem Adrenalinkick gemacht habe.
So kann das nicht weitergehen. Ich weiß das.
Eine starke Umarmung würde genügen, um das Adrenalin in dem entscheidenen Moment einzudämmen, aber wen soll ich umarmen, wenn niemand hier ist, den ich umarmen
Es geht nicht mehr darum, was ich muss oder kann, sondern darum, was ich will. Wieso sollte ich mein Leben noch mehr an andere verschwenden, nachdem ich das alles schon einmal hinter mir habe? Wieso?
So viele Fragen hab ich im Kopf.
Ich wüsste noch etwas anderes, aber diesen Gedanken lass ich nur ganz selten wirklich an mich heran.
Mit ihm reden.
Ihm mein Herz ausschütten, weinen, was weiß ich...
eure Lynn :x
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen